kra-OH!

Riccardo Castagnola, Abb. © Lukas Narbut

NOISE IMPROVISATION INTERAKTION

Mit Riccardo Castagnola

Der Workshop fokussiert die experimentelle Arbeit an der Schnittstelle von Bildender Kunst, Musik / Noise und Perfomrance: am Anfang steht der Bau einzigartiger Instrumente, die die Unterscheidung von Klang und Geräusch aufheben. Sowohl alltägliche Elektrogeräte / Werkzeuge / Materialien als auch bekannte Musikinstrumente (inklusive die eigene Stimme) werden in neuer Art und Weise „gespielt“ und als Klanginstrumente entdeckt. Elektrische Tinte trifft auf Handy, Töpfe, Klebeband. Die gemeinsame Improvisation unter der Leitung eines unkonventionellen Dirigenten führt zur Klangkunst-Performance: ein Zusammenspiel ohne Grenzen der klanglichen Kreativität, um in der Interaktion mit anderen das eigene Krachpotential zu entdecken. Keine technischen, musikalischen oder performativen Vorkenntnisse erforderlich.

Workshopzeitraum: 30.07.– 03.08.2018

Anmeldung

Riccardo Castagnola arbeitet als Komponist, Performer und multimedialer Künstler an der Schnittstelle von Bildender Kunst, Musik, Darstellender Kunst und Elektrotechnik: elektroakustische und instrumentale Komposition, Live Musik für Performance, Tanz und Theater, freie Improvisation, Tonmeisterschaft oder Sound Design für Film sind Teilbereiche seiner Arbeit mit der Musik und der Kunst. Seine Arbeiten fanden internationale Beachtung. Er arbeitet zusammen mit unterschiedlichen Projektgruppen im Rahmen der freien Improvisation und szenischen Darstellung, unter anderem Ensemble New Babylon (Bremen, D), Theater Bremen (D) und Tempo Reale (Florenz, IT). 2010 bis 2013 war Castagnola Editor von MusicaElettronica.it, ein italienischer Blog über experimentelle Musik und Kunst.

Mit etwas Glück konnte man 2017 in Bremen zwei Produktionen von Castagnola besuchen: das Konzert “Silence – drei Farben Stille: Gurdjieff, Pärt, Satie” als Zusammenspiel von Castagnola (Elektronik), Michael Rettig (Klavier) und Miran Zrimsek (Cello), die Bearbeitungen von für Klavier geschriebenen Stücken und Eigenkompositionen performten, um unterschiedliche Zustände von Stille hörbar zu machen – von friedliche bis gespannt. Sowie “Hoffmann – ein Offenbach Projekt” am Theater Bremen: in ihrer gemeinsamen Fassung geht es Levin Handschuh und Riccardo Castagnola in Offenbachs Opernfragment um die Romantik als Spiel mit verschiedenen Wirklichkeits-Ebenen und psychologischen Abspaltungen.

Riccardo Castagnola, geb. 1988 in Bologna / Italien, Studium elektroakustische Komposition Conservatorio Bologna sowie HfK Bremen (Meisterschüler Freie Kunst). Seit 2009 freiberuflich in den Bereichen Komposition, Sounddesign, Tontechnik, Multimediakunst. Lebt und arbeitet in Bremen..
www.riccardocastagnola.weebly.com