figurativ

Klaus Effern, Tuba, Abb.© Alasdair Jardin

HOLZBILDHAUEREI
Mit Klaus Effern

Klaus Efferns Holzskulpturen stehen im Spannungsverhältnis zwischen Klassik und Moderne- die Montage ist dabei sein Arbeitsprinzip. Im Workshop wird klassisch mit Beitel und Knüpfel geschnitzt: Figuren werden entweder monolithisch aus einem Stamm geschlagen oder die Skulptur wird als Montage aus Einzelteilen zusammengesetzt. Holzfundstücke oder geschnitzte Formelemente können montiert werden. Die Techniken und Methoden werden vom Künstler anschaulich vermittelt. Dabei stehen der künstlerische Prozess und das manuelle Arbeiten im Vordergrund (kein Einsatz von Kettensäge & Co). Die Farbgestaltung der Skulptur kann bereits während des Arbeitsprozesses oder als Finish nach der plastischen Gestaltung ein Thema werden. Individuelle Korrektur durch den Künstler sowie Besprechungen im Plenum eröffnen neue formale und inhaltliche Wege, um den Weg zur eigenen originären Skulptur einzuschlagen.

Materialkosten: 40 Euro
Workshopzeitraum: 23.07.–03.08.2018, 10 bis 17 Uhr

Anmeldung

 

Klaus Efferns Holzskulpturen stehen im Spannungsverhältnis zwischen Klassik und Moderne – die Montage ist dabei sein Arbeitsprinzip, das die meist menschlichen Figuren gleichzeitig massiv und fragil, beweglich aber standhaft wirken lässt. Effern montiert verschiedene Holzteile – vorgefertigt oder Fundstück – zu einer Skulptur, schlägt Teile wieder ab, schnitzt, tauscht sie wieder aus, haut ab, fügt neu an und nähert sich so über die Einzelteile der fertigen Gestalt. Der Inhalt der Skulptur ist Efferns dabei genauso wichtig wie deren Ästhetik. Die farbige Lasur, die die Skulpturen überzieht, lässt das Material Holz zurücktreten,

ohne damit den Charakter des Zusammengesetzten zu leugnen. „Seine Bildhauerei ist im positiven Sinne Stückwerk … Alle vorstellbaren Konzepte einer einheitlichen menschlichen Existenz prallen an diesen Formen ab, aber dennoch stellt Effern Menschen als Individuen dar. Die Suche des Betrachters nach Einheit in der Figur wird immer wieder durchkreuzt von den sichtbaren Montagepunkten der Skulpturenteile.“ Dr. Arie Hartog / Direktor Gerhard-Marcks-Haus Bremen (Katalog „Berliner Frauen, Junge Schmerzensmänner“).

Klaus Effern, geb. 1967, Ausbildung zum Holzbildhauer, Meisterschüler HfK Bremen, Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland, div. Arbeiten im Öffentlichen Raum, div. Lehraufträge, lebt und arbeitet in Bremen.
www.klaus-effern.de